...wie der Titel ja schon vermuten lässt... :-) Ich freue mich auf weitere Zusendungen!
Aktualisiert am 5.12.06 (s.u.)!
Unsren Seelen von Jörn Knauer
Wenn uns auch die Sinne fehlen,
um unsre Größe zu begreifen,
ich sing ein Lied auf unsre Seelen,
die in jedem Leben reifen
und sich an der Vielfalt freuen
von Leid und Lust und Liebesglück
und am Reiz des stetig Neuen
auf ihrem Weg zu sich zurück.
Warum sonst sollten sie sich lösen
vom Zustand der Glückseligkeit,
wo sie doch fern von allem Bösen
und losgelöst von Raum und Zeit
in Fülle und in Einheit weilen.
Was treibt sie an, dass sie stattdessen
hernieder auf die Erde eilen
und sich selbst bewusst vergessen?
Gehören sie zu den Gewinnern
in einem Abenteuerspiel,
wenn sie sich ihrer selbst erinnern?
Was ist der Grund, was ist das Ziel,
wenn sie sich für den Weg entscheiden,
als Mensch durch diese Welt zu gehen
mit allen Freuden und auch Leiden,
obwohl den Rückweg sie nicht sehen.
Was lässt sie die Vollkommenheit
verlassen für Gewalt und Not,
für Krankheit, Hunger, Hass und Streit?
Wiegt denn ein zartes Morgenrot
das Elend auf in dieser Welt?
Die Schönheit ist es sicher nicht,
die sie hier auf Erden hält,
besonders da der Weg zum Licht
weit schwerer ist als wir vermuten.
Denn auch wenn viele aufwärts schweben,
es wendet sich nicht stets zum Guten.
Manch arme Seele bleibt hier kleben
und irrt dann körperlos umher.
Sie weiß nicht mehr um ihre Größe
und macht sich selbst das Dasein schwer.
Dank jenem, der sie denn erlöse.
Wenn er ihr wieder Hoffnung gibt,
indem er ihren Geist berührt
und ihr zeigt, sie wird geliebt,
wenn er sie dann zum Licht hin führt,
ist auch für sie der Kreis geschlossen
und alles, was entschwunden war
und an Erinnerung verflossen,
ist endlich wieder offenbar.
So kann das Rad sich weiterdrehen
auf dass sie sich dem Leben stellt.
Dann wird sie wieder staunend stehen
in einer sehr komplexen Welt.
Und die der Seele eng Verwandten,
die sich als Freunde oder Neffen,
Ehegatten, Eltern, Tanten,
Geschwister oder Kinder treffen,
sie sind wieder die Gefährten
in diesem großen Spiel des Lebens,
die schon vielmals sich bewährten
beim ständigen Versuch des Strebens
nach Erleuchtung vor dem Tode.
Nicht Moschee, nicht Synagoge,
weder Kirche noch Pagode,
halluzinogene Droge
oder Menschen sind vonnöten,
die uns schon erleuchtet scheinen
und als Führer sich anböten,
die Gegensätze zu vereinen.
Ein jeder findet seinen Weg,
mag es auch etwas länger dauern.
Wir sind persönlich der Beleg,
dass überall auch Fallen lauern,
die uns bei unsrer Reise stören
und ständig unsre Route ändern,
uns verführen und betören,
so dass wir gerne nur noch schlendern,
anstatt bewusst nach vorn zu schreiten.
Wir bleiben steh’n und seh’n umher,
verzetteln uns in Kleinigkeiten.
Uns zu lösen fällt uns schwer.
Und doch, es liegt in jeder Falle
auch ein Geschenk für uns bereit.
Am Ende schaffen wir es alle,
und scheint das Ziel auch noch so weit.
Es ist mit ihren Gegensätzen
die Welt, die zur Erkenntnis führt,
denn wer kann schon die Liebe schätzen,
der nicht das Gegenteil gespürt.
Glücklich ist, wer hier auf Erden
schon im Einklang leben kann
und trotz Hürden und Beschwerden
aufs Wesentliche sich besann.
Doch auch von uns muss niemand bangen,
da auch wir dereinst erfahren,
wenn wir zu uns selbst gelangen,
was wir schon seit jeher waren.
...eine von Gabriele Häuser aufbereitete Handzeichnung - fachlich verifiziert von einem Wissenschaftler von Weltrang, der unter seinem Pseudonym "Morpheus" drei herausragende Bücher veröffentlicht hat (aktuell: "Transformation der Erde")!
